Christina Zück: Defence Phase II Karachi


Das Wahrzeichen von Karachi
17. September 2008, 10:48
Gespeichert unter: 2008

In dem Traum ging ich am Stadtstrand von Clifton spazieren. Es waren unglaublich viele Menschen unterwegs, weiter vorne war eine größere Menge zusammengekommen, ein paar Kleinbusse standen herum. Zwischen den Autos lag ein riesige Metallstruktur, scheinbar die Spitze eines Monuments. Sie bestand aus zwei gekreuzten, rot angemalten Stahlbändern, deren Enden sich nach oben bogen und nach vorne hin spitz zuliefen, wie im Wind flatternde Fahnenenden. Sie hatte einmal auf einer runden Kapsel, die man begehen konnte, gestanden. Die Aussichtsplattform war schon abtransportiert worden. Jetzt lag die Spitze da wie eine große rostige Spaghettigabel, die hilflos die Arme ausstreckt. Ich versuchte, ein Foto zu machen, aber es standen zu viele Leute herum, und aus der Zentralperspektive wirkte das Bild uninteressant. Die Transporter sahen auf dem Display der Digitalkamera wie Krankenwagen aus. Ich sprach mit dem Mann, der den Abtransport leitete, es war ein deutscher Architekturhistoriker. Das Monument sollte in Berlin wieder aufgebaut werden, in einem Museum vielleicht. Wie anstrengend, dachte ich, deutsche Wissenschaftler waren schon wieder überall unterwegs. Ich ging weiter am Strand entlang, die Küste zog sich in vielen Kurven durch die Landschaft.

Heute morgen dachte ich über die Form des Monuments nach und erinnerte mich, dass ich gelesen hatte, dass Zulfikar Ali Bhutto das Rote Kreuz in Pakistan in Roter Halbmond umbenannt hatte.


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